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NZZ-Podium vom 7. Juni 2011

Der Google-Mensch

 

Je verfügbarer wir uns die Welt mit den Mitteln der Informationstechnologie machen, desto verfügbarer werden wir selbst. Wer immer Handy, Internet oder Kreditkarte benutzt, wer mit Auto, Bahn oder Flugzeug reist oder mit Behörden, Geschäften oder Gesundheitseinrichtungen verkehrt, hinterlässt Spuren, die ihren Weg in riesige Datenbanken finden. Nicht nur der Staat hat zwecks Überwachung und Kontrolle ein Interesse am «gläsernen Menschen», auch für die Industrie ist es von Vorteil, die Konsumenten nach deren Gewohnheiten und Wünschen katalogisieren und bewerben zu können. Im Klima akuter Gefährdung nach dem 11. September 2001 wurde die öffentliche Überwachung in allen westlichen Staaten massiv ausgebaut. Einerseits können so Terrorismus und organisierte Kriminalität besser abgewehrt und Gesetzesverstösse effizienter verfolgt werden, anderseits geraten unbescholtene Bürger ins Mahlwerk eines Datenstroms, der keine Kontrolle mehr kennt. Datenschutzbeauftrage rufen zur Ordnung, doch oft sind es die Menschen selbst, die, wie auf «Facebook», ihr Innerstes nach aussen kehren und es der Observation preisgeben. Wie viel Überwachung verträgt die freiheitliche Gesellschaft? Können wir es uns leisten, dass sich die Grenzen zwischen privat und öffentlich immer mehr verschieben?


Ort
NZZ Foyer, Falkenstrasse 11, 8008 Zürich
Veranstaltungsort

Zeit
18.30 bis 20.15 Uhr

Türöffnung
18.00 Uhr
Tickets bestellen
30 Fr. 2 Wochen vor der Veranstaltung (ab Mittwoch, 23. Mai 2012) über Telefon 044 258 17 80 (10.00 bis 17.00 Uhr) oder direkt über
www.nzzpodium.ch/tickets/
Die Platzzahl ist beschränkt.

 

 

Referent und Gesprächsteilnehmer noch nicht bekannt.

 

Referent

 
Prof. Dr. Miriam MeckelProf. Dr. Miriam Meckel, Lehrstuhl für Corporate Communication, Institut für Medien- und Kommunikationsmanagement der Universität St. Gallen: Referentin

 

Diskussionsteilnehmer

 
Kathrin PassigJournalistin und Schriftstellerin, Berlin

Zweiter Diskussionsteilnehmer noch nicht bekannt.

Gesprächsführung
Dr. Martin Meyer, Chef Feuilleton «Neue Zürcher Zeitung» Dr. Martin MeyerChef Feuilleton «Neue Zürcher Zeitung»

Martin Meyer, geboren 1951 in Zürich, studierte Geschichte, deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Zürich. Seit 1974 ist er Redaktor im NZZ-Feuilleton, 1992 übernahm er dessen Leitung. Die Schwerpunkte seiner publizistischen Arbeit liegen in der Zeitanalyse, in der Literatur und Philosophie sowie in der klassischen Musik. Martin Meyer ist Verfasser und Herausgeber zahlreicher Bücher, u. a. über Ernst Jünger, Thomas Mann sowie die Schweiz und Europa. Weitere Publikationen galten dem «Ende der Geschichte» und dem «Krieg der Werte».