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Die Zukunft des Kapitalismus

NZZ Podium vom 4. Februar 2010

Die Zukunft des Kapitalismus

Marktwirtschaft zwischen Eigenverantwortung und Staatsintervention

Die Zukunft des Kapitalismus Die globale Finanz- und Wirtschaftskrise hat das Vertrauen in die Märkte erschüttert und die Legitimität der freien Marktwirtschaft wie des Kapitalismus grundsätzlich unterwandert.

Als mit dem Platzen der Subprime-Kredit-Blase und dem Kollaps der Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008 das Vertrauen der Akteure ins Finanzsystem schockartig schwand, brachten Staaten gewaltige Geldmittel in Umlauf, um die Märkte zu stabilisieren – mit Erfolg, doch um den Preis der Gefahr von Inflation und Rekordverschuldung. Allerdings konnten diese Eingriffe nicht verhindern, dass sich die Banken- und Finanzkrise zu einer umfassenden Wirtschaftskrise auswuchs. Massgebliche Volkswirtschaften erlitten dramatische Abstürze, mit deren Folgen wir uns heute noch auseinandersetzen. Zwar scheint der Systemkollaps gebannt, doch ist die Krise als solche trotz Erholungsansätzen noch nicht überwunden.

Nun gilt es, gravierende Schäden zu analysieren, Ursachenforschung zu betreiben, Reformen anzudenken und in Gang zu bringen. War die Krise nur ein Betriebsunfall? Welches ist die richtige Mischung zwischen Eigenverantwortung und Regulation? Wie geht es weiter mit der freiheitlichen Gesellschaftsordnung? Welche Art von Kapitalismus werden wir in Zukunft haben?


Hier finden Sie die Thesen von Professor Hans-Olaf Henkel in deutscher oder englischer Fassung.

Als Podcast das Referat Referat und die Referat Diskussion .

Ort
NZZ Foyer, Falkenstrasse 11, 8008 Zürich
Veranstaltungsort

Zeit
18.30 bis 20.15 Uhr

Türöffnung
18.00 Uhr
Tickets bestellen
30 Fr. 2 Wochen vor der Veranstaltung (ab Mittwoch, 20. Januar 2010) über Telefon 044 258 17 80 (10.00 bis 17.00 Uhr) oder direkt über
www.nzzpodium.ch/tickets/
Die Platzzahl ist beschränkt.
Der Referent
Hans-Olaf Henkel Hans-Olaf HenkelHonorarprofessor Universität Mannheim, ehemaliger Manager

Henkel wurde am 14. März 1940 in Hamburg geboren. Nach kaufmännischer Lehre und Studium an der Hochschule für Wirtschaft und Politik trat er 1962 in die IBM ein. Nach mehrjährigen Auslandsaufenthalten in den USA, Asien und Frankreich wurde er 1987 Vorsitzender der Geschäftsführung der IBM Deutschland, 1989 Vice President der IBM Corporation und 1993 Chef der IBM Europa, Mittlerer Osten und Afrika. Von Anfang 1995 bis Ende 2000 war er Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI), von 2001 bis 2005 Präsident der Leibniz-Gemeinschaft.

Heute lehrt Henkel als Honorarprofessor an der Universität Mannheim und ist Mitglied mehrer Aufsichtsräte. Zusammen mit Roman Herzog und anderen arbeitet er im «Konvent für Deutschland». Er ist engagiertes Mitglied bei Amnesty International. Henkel ist Vater von vier Kindern.

Diskussionsteilnehmer
Antoinette Hunziker-Ebeneter
 
Antoinette Hunziker-EbneterCEO, ehemalige Vorsitzende der Schweizer Börse

Antoinette Hunziker-Ebneter ist CEO und Gründungspartnerin von Forma Futura Invest AG, einer unabhängigen Vermögensverwaltungs-Gesellschaft für private und institutionelle Kunden mit Fokus auf Anlagen, die eine nachhaltige Lebensqualität fördern.

Zuvor war Antoinette Hunziker bei der Bank Julius Bär & Co. als Mitglied der Konzernleitung für den Handel und Verkauf verantwortlich.
Früher war sie Vorsitzende der Schweizer Börse.

Antoinette Hunziker ist Vizepräsidentin des Verwaltungsrates der BKW FMB Energie AG sowie Mitglied des Verwaltungsrates der Gebäudeversicherung Bern. Sie verfügt über ein Lizentiat in Betriebswirtschaft der Universität St. Gallen (lic.oec. HSG) und über ein Diplom der Swiss Banking School.

Prof. Dr. Thorsten Hens
 

Prof. Dr. Thorsten HensDirektor des Instituts für schweizerisches Bankenwesen, Universität Zürich

Thorsten Hens, geboren 1961 in Deutschland, ist SFI Professor für Finanzmarktökonomie am Institut für schweizerisches Bankwesen der Universität Zürich, welches er seit 2007 auch als Direktor leitet. Zudem ist er Fellow des CEPR und Adjunct Professor of Finance an der Norwegischen Business School in Bergen. Er studierte in Bonn und Paris und hatte vor Zürich Professuren in Stanford und Bielefeld inne. Seit 2005 ist er Mitglied des Universitären Forschungsschwerpunktes Finance und seit 2003 der wissenschaftliche Koordinator des nationalen Forschungsschwerpunktes NCCR-Finrisk. Seine Forschungsfelder sind Behavioural and Evolutionary Finance. Thorsten Hens rangiert unter den Top 10 Ökonomen in der deutschsprachigen Welt (Deutschland, Österreich und Schweiz). Er ist Gründungspartner der Behavioural Finance Solutions GmbH, einer Spin-Off Firma der Universität Zürich. Seine Beratungserfahrung umfasst Anwendungen von Behavioural Finance im Private Banking und von Evolutionary Finance im Asset Management.

Gesprächsführung
Dr. Martin Meyer, Chef Feuilleton «Neue Zürcher Zeitung» Dr. Martin MeyerChef Feuilleton «Neue Zürcher Zeitung»

Martin Meyer, geboren 1951 in Zürich, studierte Geschichte, deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Zürich. Seit 1974 ist er Redaktor im NZZ-Feuilleton, 1992 übernahm er dessen Leitung. Die Schwerpunkte seiner publizistischen Arbeit liegen in der Zeitanalyse, in der Literatur und Philosophie sowie in der klassischen Musik. Martin Meyer ist Verfasser und Herausgeber zahlreicher Bücher, u. a. über Ernst Jünger, Thomas Mann sowie die Schweiz und Europa. Weitere Publikationen galten dem «Ende der Geschichte» und dem «Krieg der Werte».