NZZ Podium vom 06. März 2008
Rohstoffe
Zwischen Energie und Umwelt
Mit der Globalisierung des westlichen Lebensstils hat die Nachfrage nach Rohstoffen spürbar zugenommen. An erster
Stelle steht die Energie in Form von Erdöl oder Erdgas, aber auch Uran. Mittlerweile wird darüber diskutiert,
ob die Erdölproduktion bald ihre Produktionsspitze erreichen wird (oder sie bereits erreicht hat) und danach
kontinuierlich abnehmen wird. Die Zeit billigen Öls scheint vorbei. Daneben gibt es andere grundlegende Rohstoffe,
die knapper werden - etwa sauberes Trinkwasser. Wie die Öl- sind die Süsswasservorräte regional ungleich
verteilt. Wassermangel, verursacht nicht zuletzt durch den Klimawandel, birgt politischen Zündstoff. Angesichts der
wachsenden Nachfrage nach Konsumgütern zumal in Asien, sind auch die Preise für agrarische Rohstoffe (Getreide,
Kakao, Soja, Milch) am Steigen. Die stofflichen Grenzen des Wachstums sind bei einzelnen Elementen wie Edelmetallen absehbar.
Die Umstellung auf ein Leben mit knappen Ressourcen scheint unabdingbar - etwas, was uns auch die notwendige Schonung der
Umwelt mit zunehmender Dringlichkeit auferlegt.
Hier finden Sie das Referat von Prof. Dr. Armin Reller in der deutschen oder englischen Fassung.

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| Referent | |
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Prof. Dr. Armin RellerWissenschaftszentrum Umwelt WZU, Universität Augsburg Armin Reller wurde 1952 in Winterthur geboren. Er studierte Chemie an der Universität Zürich, wo er für vier Jahre Koordinator des Faches Umweltlehre war. 1992 übernahm er den Lehrstuhl für Anorganische und Angewandte Chemie an der Universität Hamburg und ist seit 1999 Inhaber des Lehrstuhls für Festkörperchemie der Universität Augsburg. Nebenbei ist Armin Reller Leiter des Schweizer Programms der Bundesanstalt für Energie (BFE) für Wasserstoff, Solarchemie und regenerative Energieträger. Er fungiert auch als Herausgeber der Zeitschrift für Ökologische Perspektiven in Natur-, Geistes- und Wirtschaftswissenschaften «GAIA». |
| Diskussionsteilnehmer | |
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Peter A. FischerChina-Korrespondent der «Neuen Zürcher Zeitung» Geboren 1966 in Brugg (AG). Studium der Wirtschaftswissenschaften in Bern, Kiel und Hamburg. Längere Forschungsaufenthalte an den Universitäten Turku (SF) und Umea (S). Dissertation in Hamburg zum Thema «Ökonomie der Immobilität». Bücher und Publikationen zu Fragen der Integration und der Migration, der Neuen Ökonomischen Geographie sowie der Wirtschaftspolitik. 1999 Eintritt in die Wirtschaftsredaktion der NZZ mit den Themenschwerpunkten Arbeitsmarkt, ökonomische Grundsatzfragen und Integrationspolitik. Redaktion der Seite «Mensch und Arbeit». 2001 bis 2007 Wirtschaftskorrespondent für Russland, Zentralasien und den Kaukasus mit Sitz in Moskau. Seit Sommer 2007 China-Korrespondent. |
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Otto Graf LambsdorffEhemaliger deutscher Bundeswirtschaftsminister und Vorsitzender der FDP, Bonn Otto Graf Lambsdorff wurde 1926 in Aachen geboren und besuchte die Schulen in Berlin. Er nahm als junger Soldat am Weltkrieg teil, wo er schwer verwundet wurde. Lambsdorff studierte nach 1946 Rechts- und Staatswissenschaften. Er war zunächst als Rechtsanwalt tätig. 1951 wurde Otto Graf Lambsdorff Mitglied der FDP. 1972 kam er in den Deutschen Bundestag, aus dem er 1998 ausschied. Von 1977 bis 1984 übte er in der Regierung Kohl das Amt des Bundeswirtschaftsministers aus. Zwischen 1988 und 1993 war Lambsdorff Vorsitzender der FDP, danach ihr Ehrenvorsitzender. 1991 bis 1994 amtierte er als Präsident der Liberalen Internationalen. Otto Graf Lambsdorff führte nach 1999 als Beauftragter der deutschen Bundesregierung die Verhandlungen über Art und Höhe der Entschädigung für ehemalige NS-Zwangsarbeiter. Er ist seit 1999 Vorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung. Lambsdorff gilt als liberales «Urgestein» der FDP, prononciert setzte er sich stets für die Marktwirtschaft ein. |
| Gesprächsführung | |
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Dr. Martin MeyerChef Feuilleton «Neue Zürcher Zeitung» Martin Meyer, geboren 1951 in Zürich, studierte Geschichte, deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Zürich. Seit 1974 ist er Redaktor im NZZ-Feuilleton, 1992 übernahm er dessen Leitung. Die Schwerpunkte seiner publizistischen Arbeit liegen in der Zeitanalyse, in der Literatur und Philosophie sowie in der klassischen Musik. Martin Meyer ist Verfasser und Herausgeber zahlreicher Bücher, u. a. über Ernst Jünger, Thomas Mann sowie die Schweiz und Europa. Weitere Publikationen galten dem «Ende der Geschichte» und dem «Krieg der Werte». |





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