NZZ Podium Gefühl – Kalkül vom 7. Juni 2007
Zwischen Gefühl und Kalkül
Lebenssinn der Gegenwart
In der spätmodernen Arbeitswelt laufen die Räder schnell – Chancen wollen rasch genutzt,
Marktfelder nachhaltig besetzt, Innovationen möglichst effizient betrieben werden.
Wir nehmen dabei jeder für sich vielerlei Funktionen wahr und wissen, dass die Lern-Gesellschaft
keinen Aufschub duldet: Gefragt ist, wer schon in der Gegenwart für die Zukunft mitdenkt.
Wie aber gestalten wir dabei unser privates Leben? Welche Werte und Erwartungen leiten uns,
wenn wir danach streben, Beruf und Familie, Karriere und Freizeit miteinander zu gelingendem
Dasein zu verbinden? Solche Fragen beschäftigen heute zumal die jüngere Generation. Aber auch
in späteren Phasen der Biografie geht es immer wieder darum, die Bedürfnisse einer globalisierten
Welt mit den Wünschen individuellen Erfolgs in Einklang zu bringen.
Bereits mit seinem vielbeachteten Buch über die Erlebnisgesellschaft hat Gerhard Schulze dieses
Thema aufgegriffen. Im Rahmen von NZZ Podium denkt und diskutiert er es in kompetenter
Runde weiter.
Hier finden Sie das Referat von Prof. Gerhard Schulze in der deutschen oder englischen Fassung.
| Referent | |
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Prof. Gerhard SchulzeProfessor für Soziologie an der Universität Bamberg Gerhard Schulze, Jahrgang 1944, studierte Soziologie in München und Nürnberg. Er lehrt heute an der Universität Bamberg mit Schwerpunktgebiet Zeitdiagnose und zukünftige Entwicklungen. Einem breiteren Publikum wurde Schulze 1992 mit seiner Studie «Die Erlebnisgesellschaft. Kultursoziologie der Gegenwart» bekannt. In seinem Buch «Die beste aller Welten. Wohin bewegt sich die Gesellschaft im 21. Jahrhundert?» (2003) untersucht er den Wandel moderner Lebensentwürfe. Mit «Die Sünde. Das schöne Leben und seine Feinde» (2006) hat Gerhard Schulze unlängst eine Ortsbestimmung des Westens vorgelegt. |
| Diskussionsteilnehmer | |
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Melitta BreznikSchriftstellerin und Psychiaterin FMH Melitta Breznik, geboren 1961 im steirischen Kapfenberg, studierte Medizin in Graz und Innsbruck, wo sie 1989 promovierte. In den neunziger Jahren wechselte sie beruflich von der Allgemeinmedizin in die Psychiatrie und zog auch von Österreich in die Schweiz. Seit 2004 führt sie eine eigene psychiatrische Praxis in Chur. Literarisch ist Melitta Breznik seit 1992 mit grossem Erfolg an die Öffentlichkeit getreten. Im Luchterhand Literaturverlag sind die Prosawerke «Nachtdienst» (1995), «Figuren» (1999) und «Umstellformat» (2002) erschienen. |
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Paola GhillaniInhaberin und Präsidentin, Paola Ghillani & Friends, AG Nach dem Universitätsabschluss als Apothekerin schlug Paola Ghillani (geb. 1963) eine berufliche Karriere in der Pharmaindustrie ein, wo sie in multinationalen Unternehmungen arbeitete. 1999 übernahm sie als Geschäftsführerin die Max-Havelaar-Stiftung. Daneben war sie als Verwaltungsratsmitglied von FLO International (Fair Trade Labeling Organisations) tätig und wurde von 2001 bis 2004 zur Verwaltungsratspräsidentin von FLO International gewählt. 2005 gründete Paola Ghillani ihre eigene Firma Paola Ghillani & Friends AG, die beratend im Bereich Unternehmensstrategie und Unternehmensführung sowie in der Förderung und Implementierung von Nachhaltigkeit und Ethik in der Wirtschaft tätig ist. Paola Ghillani hat Einsitz in Verwaltungsräte diverser Unternehmen, ausserdem ist sie Beiratsmitglied in verschiedenen ethischen Anlagefonds. |
| Moderator | |
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Martin MeyerChef Feuilleton «Neue Zürcher Zeitung» Martin Meyer, geboren 1951 in Zürich, studierte Geschichte, deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Zürich. Seit 1974 ist er Redaktor im NZZ-Feuilleton, 1992 übernahm er dessen Leitung. Die Schwerpunkte seiner publizistischen Arbeit liegen in der Zeitanalyse, in der Literatur und Philosophie sowie in der klassischen Musik. Martin Meyer ist Verfasser und Herausgeber zahlreicher Bücher, u. a. über Ernst Jünger, Thomas Mann sowie die Schweiz und Europa. Weitere Publikationen galten dem «Ende der Geschichte» und dem «Krieg der Werte». |





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