NZZ Podium Biorhythmen vom 25. Oktober 2007
Biorhythmen
Wie unser Körper die Zeit misst
Der Mensch lebt in und mehr noch mit der Zeit. Wachen und Schlafen, Denken und Handeln, Nahrung
und Verdauung - unser gesamtes Dasein folgt zeitlichen Abläufen. In der Regel aber nehmen
wir diese Rhythmen und Strukturen nur wahr, wenn wir Zeitmanagement betreiben. Wir organisieren,
was wann, wo und wie getan sein muss. Arbeit und Entspannung, Pflicht und Unterhaltung sind eingepasst
in ein Programm, das wir erfüllen wollen und deshalb fortlaufend überprüfen müssen.
Dies betrifft die Bewusstseinsseite des Lebens. Doch auch unser Körper kennt bestimmte Prozesse
kurzfristiger oder längerfristiger Art, die der Selbsterhaltung dienen und den organischen Haushalt
steuern. Diese eher verborgenen Vorgänge werden uns oft erst dann gegenwärtig, wenn die
«innere Uhr» aus dem Takt zu laufen scheint.
In einem Einleitungsreferat erhellt Gottfried Schatz, Professor der Biochemie und bekannter Autor auch
für die NZZ, wie unser Körper die Zeit misst. Das Schlagwort vom Biorhythmus bekommt dadurch
eine Klärung aus profunder Kompetenz. Im daran anschliessenden Gespräch soll dann diskutiert
werden, wie wir Menschen in der Lebenswelt mit Körper und Zeit zurechtkommen.
| Referent | |
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Prof. Dr. Gottfried Schatzemeritierter Professor für Biochemie der Universität Basel, ehemaliger Präsident des Schweizerischen Wissenschafts- und Technologierates Gottfried Schatz wurde am 18. August 1936 in einem kleinen österreichischen Dorf nahe der ungarischen Grenze geboren. Er studierte in Graz Chemie und forschte dann als Biochemiker an der Universität Wien, am Public Health Research Institute der Stadt New York, an der Cornell University in Ithaca (Staat New York) und, ab 1974, am neu gegründeten Biozentrum der Universität Basel, das er von 1983 - 1985 leitete. Nach seiner Emeritierung präsidierte er den Schweizerischen Wissenschafts- und Technologierat. Er ist Träger zahlreicher nationaler und internationaler Preise sowie zweier Ehrendoktorate. Als Student arbeitete er nebenher auch als Geiger im Grazer Philharmonischen Orchester und an österreichischen Opernhäusern. |
| Diskussionsteilnehmer | |
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Andrea KöhlerKorrespondentin Feuilleton «Neue Zürcher Zeitung», New York Andrea Köhler wurde 1957 in Bad Pyrmont geboren. Nach dem Studium der Germanistik und Philosophie in Braunschweig und Freiburg im Breisgau begann sie 1984 als freie Journalistin mit dem Schwerpunkt Literaturkritik. Von 1991 bis 1994 arbeitete sie als Kulturkorrespondentin in Paris. Seit 1995 Feuilletonredaktorin der NZZ mit Zuständigkeit für die deutschsprachige Literatur. Heute lebt sie als Kulturkorrespondentin für die NZZ in New York. Sie ist Mitglied in zahlreichen Jurys. 2003 erste Preisträgerin des Berliner Preises für Literaturkritik. Im Oktober erscheint in der Insel-Bibliothek der Lebenskunst der Band «Lange Weile. Über das Warten». |
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Daniela MeuliEidg. dipl. Turn- und Sportlehrerin ETH, Snowboard-Olympiasiegerin 2006 Nach zehn Jahren Spitzensport gab Daniela Meuli im Sommer 2006 nach dem Olympiasieg in Turin den Rücktritt vom Snowboardsport bekannt. Zu ihren grössten sportlichen Erfolgen zählen nebst dem Olympiasieg ein Weltmeistertitel 2005, der dreimalige Gewinn des Gesamtweltcups, drei Juniorenweltmeistertitel und mehrere Schweizermeistertitel. Daniela Meuli besuchte die Schweizerische Alpine Mittelschule in Davos und absolvierte danach an der ETH Zürich die Ausbildung zur Turn- und Sportlehrerin. Seit März 2007 ist sie Nationaltrainerin der Mountainbikerinnen. Daneben erteilt sie Sportunterricht und ist als Snowboard-Nachwuchs-Trainerin engagiert. |
| Moderator | |
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Martin MeyerChef Feuilleton «Neue Zürcher Zeitung» Martin Meyer, geboren 1951 in Zürich, studierte Geschichte, deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Zürich. Seit 1974 ist er Redaktor im NZZ-Feuilleton, 1992 übernahm er dessen Leitung. Die Schwerpunkte seiner publizistischen Arbeit liegen in der Zeitanalyse, in der Literatur und Philosophie sowie in der klassischen Musik. Martin Meyer ist Verfasser und Herausgeber zahlreicher Bücher, u. a. über Ernst Jünger, Thomas Mann sowie die Schweiz und Europa. Weitere Publikationen galten dem «Ende der Geschichte» und dem «Krieg der Werte». |





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